Sächsischer Corona-U-Ausschuss – Sachverständiger verweigert Beantwortung beharrlich

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Anfang März  tagte im Sächsischen Landtag in Dresden der Corona-Untersuchungsausschuss. Als Sachverständiger wurde Prof. Hendrik Streeck geladen. Mit einiger Spannung wurde die mehr als dreistündige Befragung verfolgt.

Sachverständiger „drückte“ sich um Antworten

Die meistgehörte Antwort Herrn Streecks auf die Fragen, die vornehmlich von AfD und BSW gestellt wurden, war ebenso erschütternd wie erwartungsgemäß.

„Das kann ich nicht beantworten“ wechselte in regelmäßigen Abständen mit dem Zusatz „weil ich die (damaligen) Gegebenheiten in Sachsen nicht kenne“ oder „weil die Frage zu allgemein gestellt wurde“, „weil ich dazu vorher in meine Mails bzw. meinen Kalender schauen müsste“ oder „weil ich hier als Bürger antworten müsste, aber als Sachverständiger bestellt bin.“

Keinerlei Aussagen gab es freilich dazu, ob Herr Streeck der Meinung sei, dass die Schulschließungen (die in Sachsen immerhin kürzer waren als in anderen Ländern) angemessen gewesen waren oder ob ein harter Lockdown zu einem Zeitpunkt, als die Höchstwerte an Infektionen bereits überschritten war, erforderlich und erfolgreich gewesen war.

Oder ob er etwa die Maßnahmen rückblickend angebracht gefunden hätte. Dafür gab es fraglos die Betonung, dass man Long Covid intensiver untersuchen müsse. (Erster Weltführer gibt zu, dass die gegen Covid Geimpften „keine Menschen mehr sind“ (Video))

Streecks Heinsberg-Studie galt als Grundlage für viele Fragen, aber auch hier gab es keine befriedigenden Antworten dazu. Denn schon diese hatte zum Ergebnis, dass die Infektionssterblichkeit mit einem Wert zwischen 0,2 und 0,7 sehr gering sei.

Die dort gezählten Todesfälle waren überdies nicht zwangsläufig obduziert worden, um als „an Corona gestorben“ gezählt zu werden, sondern dies anhand des Totenscheins übernommen worden war.

An diese Stelle folgte ein Verweis auf die Studie von Ioannidis, der in Bezug auf die Sterberate bei Corona zu einem ähnlichen Ergebnis kam.

Streeck will unabhängiges RKI

Interessant ist immerhin, dass Hendrik Streeck sich aus heutiger Sicht ein RKI und PEI wünscht, die politisch unabhängig, übergeordnet und weisungsunabhängig arbeiten, die Einschätzungen und Empfehlungen unter Beteiligung verschiedener Professionen und Experten, die nicht aufgrund ihrer Meinung ausgewählt werden, bundesweit koordinieren und nicht Entscheidungen der Landesebene überlassen.

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Nachdem hierzu vermehrt Nachfragen aufgetaucht waren, betonte Streeck wiederholt, dass er kein RKI-Bashing betreiben wolle und diesem kein Vorwurf gemacht werden könne, denn es habe seine Arbeit entsprechend seiner Möglichkeiten bestens erledigt.

Einigermaßen interessant ist auch, dass Herr Streeck heute bestätigt, dass es keinerlei Gründe gegeben habe, Einschränkungen im Freien zu verhängen, weil im Freien praktisch kein Ansteckungsrisiko bestanden habe.

Dass der Lockdown mit dem Zusammenleben auf engstem Raum, geschlossenen Schulen, psychischen Ausnahmezuständen besonders bei ärmeren, schlechter situierten Familien, die Ansteckungen in die Höhe getrieben haben, da diese sich nicht so gut aus dem Weg gehen konnten wie die Bewohner der Villenviertel.

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Kein Impfschutz bei Omikron-Variante

Zur Frage nach der Schutzwirkung durch COVID-19-Impfstoffe erklärte Streeck, dass ihm keine Studie bekannt sei, die einen Fremdschutz durch Impfung bei der Omikron-Variante nachweisen würde.

Er sehe auch keine Belege dafür, dass die Impfung vor schweren Verläufen der Omikron-Infektion schützen würde.

Die Omikron-Variante wurde bekanntlich in Deutschland ab Januar 2022 vorherrschend. Die Impfnachweispflicht in Gesundheitsberufen trat jedoch erst im März 2022 in Kraft, also zu einem Zeitpunkt, als es laut Streeck weder Belege für einen Fremdschutz durch Impfungen noch Studien gegeben hatte, die einen Schutz vor schweren Verläufen gezeigt hätten.

Noch im April 2022 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Impfnachweispflicht dennoch für verfassungskonform, gestützt auf die Einschätzungen des RKI und mehrerer Fachgesellschaften.

Viele Fragen gab es zu PCR-Tests und CT-Werten, bei denen Streeck betonte, dass Rachenabstriche bei Weitem nicht so aussagekräftig seien wie Bluttests, da man bei Bluttests das Ergebnis in einen Bezug zur entnommenen Menge setzen könne, was bei einem Abstrich, der immer mengenmäßig unterschiedlich ausfällt, nicht möglich sei, sodass ein Ergebnis nicht unbedingt aussagekräftig sei.

Leider haben die befragenden Parteien ihre Möglichkeiten nicht voll genutzt und in insgesamt 3 Befragungsrunden mit ausgiebiger Fragezeit nicht nachgehakt, inwieweit dann Abstrich-Ergebnisse, CT-Werte etc. als Grundlage für Lockdowns, Quarantäne und Berufsverbote dienen konnten.

Welche Bedeutung die psychischen Folgen, die zweifelsohne Kinder, Alte, eigentlich so gut wie jeden betreffen, für die rückblickende Einschätzung der Maßnahmen haben. Was man bei der nächsten Krise ganz sicher wieder so oder keinesfalls wieder tun würde.

Kritisch, aber sehr vorsichtig

Wozu sich Streeck allerdings klar äußerte, war unser aktuelles Gesundheitssystem, das komplett marode sei und von Grund auf erneuert gehöre, ganz unabhängig von Corona.

Insgesamt entstand jedoch der Eindruck, dass Streeck, wie auch in den „Corona-Jahren“, an manchen Stellen Kritik äußerte, aber freilich nie so weitgreifend, dass es Konsequenzen für ihn persönlich haben könnte.

Dass Streeck sein vorsichtig kritischer Ansatz bisher nicht geschadet hat, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass er als gewählter Abgeordneter künftig gemeinsam mit Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn der CDU-Fraktion angehören wird.

Unbequeme Wahrheiten oder eine radikale Corona-Aufarbeitung sind von Streeck wohl eher nicht zu erwarten.

Wir hätten uns gewünscht, dass er sich, bestellt als Sachverständiger für den Untersuchungsausschuss in Sachsen, auch auf die sächsischen Verhältnisse ein wenig vorbereitet hätte.

Dass er, da er wohl in den letzten 5 Jahren vermehrt in Dresden zu tun gehabt hatte, nach eigener Aussage waren seine Besuche in Dresden nach Berlin die Häufigsten.

Medizinskandal Alterung

Zusammenfassend muss man somit leider feststellen, dass offenbar die Hoffnungen, Licht ins Corona-Dunkel zu bringen, massiv enttäuscht wurden.

Falls hierzu nicht überhaupt jegliche Hoffnung auf Aufklärung bereits geschwunden ist.

Quellen: PublicDomain/unser-mitteleuropa.com am 26.03.2025

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