Leider ist es uns von Mitteleuropa aus nicht vergönnt, die partielle Sonnenfinsternis vom 23. Oktober 2014 zu beobachten, da zu dieser Zeit die Sonne schon lange untergegangen ist. In den Genuss kommen dagegen die Einwohner von Nordamerika.
Ein Himmelsspektakel der besonderen Art erwartet die Einwohner von Nordamerika am 23. Oktober 2014: Für uns leider völlig unbeobachtbar wird sich der Neumond vor die grelle Sonnenscheibe schieben, bis um 23:45 Uhr MESZ der Mond im hohen Norden Kanadas die Sonne zu mehr als 80 Prozent verdeckt. Von ganz Nordamerika aus lässt sich die Finsternis beobachten, auch die wenigen Einwohner der russischen Halbinsel Kamtschatka können den Beginn der Sonnenfinsternis verfolgen.
Am Himmel erscheint die Sonne dann als eine schmale grelle Sichel, die sich aber nur bei Verwendung eines geeigneten Sichtschutzes beobachten lässt. Auch eine zu 80 Prozent verfinsterte Sonne ist immer noch hell genug, um in kürzester Zeit schwere Augenschäden zu verursachen. Dies gilt insbesondere dann, wenn mit einem Fernglas oder gar einem Teleskop das Tagesgestirn anvisiert wird.
Am 20. März 2015 ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis, die sich von Mitteleuropa aus in voller Länge als partielle Sonnenfinsternis beobachten lässt. In Kiel wird die Sonne im Maximum gegen 10:46 Uhr MEZ zu rund 80 Prozent bedeckt, in Basel gegen 10:33 Uhr MEZ immerhin noch zu rund 71 Prozent. Es bleibt daher nur noch zu hoffen, dass bei uns an diesem Tag das Wetter mitspielt.
Die Zone der totalen Verfinsterung liegt dagegen sehr ungünstig im nördlichen Atlantik und dem angrenzenden Eismeer und berührt nur wenige Landgebiete. In Spitzbergen und auf den Färöer-Inseln lässt sich eine total verfinsterte Sonne für rund zwei Minuten beobachten, allerdings sind diese Regionen nicht unbedingt für strahlend sonniges Wetter bekannt.
Beim hinduistischen Fest Diwali spielen Feuer und Licht eine große Rolle. Die Menschen gehen dann traditionell mit Wunder- und anderen Kerzen auf die Straße, brennen Feuerwerk ab und beleuchten die Fassaden ihrer Häuser. Das Leben dieser Frauen im nordindischen Vrindavan kann besonders viel Helligkeit vertragen. Sie sind Witwen und, wie in Indien verbreitet, deshalb von ihren Familien verstoßen und von der Gesellschaft und allen Feierlichkeiten ausgeschlossen worden. Dagegen gehen Hunderte von ihnen in diesem Jahr an – und holen sich gemeinsam das Licht zurück.
Was noch sehr auffällt: es findet 5 mal hintereinander ein Neumond auf 0° statt, beginnend mit dem Waage-Neumond, und endend mit dem Wassermann-Neumond im Januar. Die 0° sind kritische Grade, wo sich etwas Neues zu etablieren sucht, doch noch nicht gefestigt ist. So mag diese Zeit auch einen Übergang signalisieren, von der Alten Welt hinein in die Neue Zeit. Der Sieg des Lichts über die Dunkelheit.
Video: Diwali – Festival of Lights
Nachtrag: Partial solar eclipse in amazing time-lapse video sped up 20,000 percent