
Die vom Westen in der Ukraine provozierte Entwicklung ist laut Präsident Wladimir Putin ein konzentrierter Ausdruck der Eindämmungspolitik gegenüber Russland. Dies sei ein Versuch, einen Spannungsherd in der Nähe der russischen Grenze entstehen zu lassen, so Putin am Dienstag in einer Beratung der russischen Botschafter in Moskau.
„Wir müssen das klar sehen“, betonte der Präsident. „Die Wurzeln dieser Politik gehen weit in die Geschichte zurück. Offensichtlich ist auch, dass diese Politik leider auch nach dem Ende des Kalten Krieges nicht eingestellt wurde.“
Russland hatte nicht das Recht, die Einwohner der Krim und von Sewastopol der Willkür von militanten Nationalisten und Radikalen zu überlassen, sagte Putin.
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Moskau fordert Kiew zu Wiederaufnahme der Waffenruhe auf
Moskau hat von Kiew gefordert, den Beschuss von friedlichen Städten und Dörfern einzustellen und zu einer realen und nicht einer angeblichen Waffenruhe zurückzukehren, heißt es in einem Kommentar des russischen Außenministeriums zur Situation in der Ostukraine.
Mit Bedauern stellte das Ministerium fest, dass die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung bereits in den ersten Stunden nach dem Verzicht Kiews auf eine Verlängerung des Waffenstillstandes gestiegen ist.
„Die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung wird man verantworten müssen“, heißt es in dem am Dienstag auf der Webseite des Außenministeriums veröffentlichten Kommentar.
Am Vortag hatte Präsident Pjotr Poroschenko beschlossen, die aktive Phase der Sonderoperation im Osten des Landes wiederaufzunehmen.
Video: Nicht endende Gewalt gegen die Zivilbevölkerung
USA erpressen Frankreich
Russland weiß laut Präsident Wladimir Putin über den Druck Bescheid, unter den die USA Frankreich im Zusammenhang mit dem Verkauf von Mistral-Hubschrauberträgern an Moskau gesetzt haben, und bewertet dies als Erpressung.
„Wir wissen über den Druck Bescheid, den unsere amerikanischen Partner auf Frankreich ausüben, damit dieses keine Mistral-Hubschrauberträger an Russland liefert“, sagte Putin am Dienstag bei einer Beratung der russischen Botschafter in Moskau. „Wir wissen sogar auch, dass den Franzosen angedeutet wurde, die gegen französische Banken be-schlossenen Sanktionen würden zurückgenommen beziehungsweise auf ein Minimum reduziert, wenn die Franzosen keine Mistral-Schiffe liefern. Was ist das, wenn keine Erpressung? Ist es aber erlaubt, auf diese Weise in der internationalen Arena zu arbeiten?“
„Das, was jetzt mit französischen Banken gemacht wird, löst nichts außer Empörung in Europa insgesamt, aber auch bei uns, aus“, fügte der Präsident hinzu.
Beziehungen Russland – USA nicht in bester Form – Moskau zum Dialog bereit
Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind heute zwar nicht in bester Form, Russland ist aber laut Präsident Wladimir Putin zu einem konstruktiven und gleichberechtigten Dialog bereit.
„Wir waren stets bemüht, berechenbare Partner zu sein und alles auf gleichberechtigter Grundlage zu tun“, sagte Putin am Dienstag in einer Beratung der russischen Botschafter. „Unsere legitimen Interessen wurden aber des Öfteren ignoriert.“
Kontakte zwischen Russland und den USA sind von ernsthafter Bedeutung für die ganze Welt. „Mit uns wird hin und wieder im ultimativen Schulmeisterton gesprochen. Dennoch sind wir zu einem konstruktiven Dialog bereit – ich betone allerdings: ausschließlich auf gleichberechtigter Grundlage“, betonte Putin.
Zielgerichtete Vernichtung von Journalisten in Ukraine
In der Ukraine erfolgt laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine zielgerichtete Vernichtung von Medienvertretern.
„Die Morde an Journalisten sind unannehmbar, woran ich gestern den ukrainischen Präsidenten ein weiteres Mal erinnert habe“, sagte Putin am Dienstag in einer Beratung der russischen Botschafter.
„Aus meiner Sicht erfolgt eine zielgerichtete Vernichtung von Medienvertretern. Es handelt sich dabei sowohl um russische als auch um ausländische Journalisten.“
„Wer hat Angst vor objektiven Informationen? Anscheinend nur diejenigen, die Verbrechen begehen“, sagte er weiter. „Wir rechnen sehr damit, dass die gründliche Ermittlung, die von den Behörden in Kiew in diesem Zusammenhang versprochen wurde, in die Tat umgesetzt wird.“
Video: Letzte Momente das Kameramanns Anatoly Klyan, 68, nach dem er von ukrainischen Kräften angeschossen wurde
Quelle: Ria Novosti vom 01.07.2014
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