
Eine neue Art von Virus, genannt “Pithovirus”, wurde in dem gefrorenen Boden der Nord-Ost-Sibirischen Forscher im Labor entdeckt. Das Pithovirus soll laut der Wissenschaftler unbedenklich für Mensch und Tier sein.
Das Virus hatte mehr als 30.000 Jahre nach dem Einfrieren überlebt.
Obwohl seine Größe und Form an das Pandoravirus erinnern, hat die Analyse seines Genoms und seines Replikationsmodus gezeigt, dass das Pithovirus anders aufgebaut ist. Der ausführliche Artikel ist in der aktuellen Ausgabe von PNAS.
In einer Stichprobe des gefrorenen Bodens aus dem äußersten Nordosten Sibiriens (Autonome Region Tschukotka) wurden die Wissenschaftler überrascht, wo sie das 30.000 Jahre alte Riesen-Virus entdeckten, den “Pithovirus sibericum.”
Die Forscher nahmen zuerst eine Verwandschaft zu dem Pandoravirus an. Jedoch hat das Genom Pithovirus weit weniger Gene (ca. 500) als das Pandoravirus (die 2500 Gene erreicht). Forscher haben auch die Zusammensetzung der Proteine des Teilchens Pithovirus (Durchmesser von ca. 0,5 Mikrometer und ca. 1,5 Mikrometer lang) untersucht.
Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Viren betrifft deren Mechanismus der Virus-Replikation in der Zelle der Amöbe.
Eine gründliche Analyse des Virus zeigte, dass das Pithovirus fast nichts gemein hat mit den Riesen-Viren, die der Wissenschaft bisher bekannt waren.
Schließlich zeigt diese Studie, dass das Virus im Permafrost alle geologischen Perioden überlebt hat.
Mit dem Tauen des Permafrostbodens in Sibirien oder beim Bohren nach Öl in der Arktis könnten weitere Viren frei werden und möglicherweise Tiere und Menschen gefährden, warnen die Forscher.
So könnten längst ausgestorbene, gefährliche Erreger wie beispielsweise die Pockenviren plötzlich wieder aktiv werden.
Quellen: CNRS/seismoblog.de vom 04.03.2014
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